WHAT “Westhavelländer Astrotreff” — 10.09.26

Lesedauer 2 Minuten

Nach­dem ich im let­zten Jahr die Teil­nahme am West­havel­län­der Astrotr­e­ff (WHAT) krankheits­be­d­ingt absagen musste, stand diesem Tre­f­fen in diesem Jahr nichts mehr im Weg. Die Wet­ter­vorher­sage sagte zwar keinen durchgängig klaren Him­mel voraus, aber doch aus­re­ichend große Lück­en. Am Mittwochabend hieß es dann also mal wieder: Tetris mit Auto und Gepäck spie­len. Spätestens am Don­ner­stag­mor­gen um 8 Uhr wollte ich losfahren.

Anreise und Aufbau

Dieses Jahr kon­nte Denis krankheits­be­d­ingt lei­der nicht am WHAT teil­nehmen. Ich habe ihm auf der Hin­fahrt einen kurzen Besuch abges­tat­tet und bin anschließend weit­er nach Gülpe zum Tre­f­fen gefahren. Gegen 18:30 Uhr bin ich dort endlich angekom­men und habe direkt mit dem Auf­bau des Zeltes und der Aus­rüs­tung begonnen. Im Anschluss gab es das erste Grillgut und ein schönes, küh­les alko­hol­freies Bier. Nun hieß es Warten auf die Nacht und auf die Wolkenlücken.

Eine Wolkenlücke

Gegen 22 Uhr waren dann tat­säch­lich einige Sterne zu sehen – unter anderem, als wäre es Absicht, die Sterne vom Stern­bild Herkules. Das war dann mal wieder das erste Objekt der Nacht für mich. Aber auch wenn die Sterne gut zu sehen waren, merk­te man beim Blick durch das Oku­lar doch recht schnell, dass der Him­mel eben nicht ganz klar ist. M13 war auf­grund dif­fuser Bewölkung in den oberen Schicht­en nur sehr schwach und auch nur sehr kurz zu sehen. Es gab vielle­icht ein Fen­ster von zwei Minuten, und dann war wieder alles dicht.

Die nächste Lücke und die nächsten Objekte

Ein paar Minuten später tat sich die näch­ste Lücke auf, dies­mal beim Stern­bild Leier, sodass ich den Ringnebel M57 beobacht­en kon­nte. Hier gab es lei­der das gle­iche Ergeb­nis wie beim Kugel­stern­haufen M13, und auch hier war das Zeit­fen­ster der Beobach­tung recht kurz. Es hieß also erneut: Him­mel beobacht­en und die näch­ste Lücke erwis­chen. Diese tat sich dann im Stern­bild Schwan und etwas weit­er außen herum auf. Hier machte ich zunächst Halt beim offe­nen Stern­haufen M29, auch als Kühlturmhaufen bezeichnet.

Der Hantelnebel und Kleiderbügelhaufen

Im Anschluss beobachtete ich im Stern­bild Fuchs noch den Hantel­nebel M27. Hier merk­te man eben­falls die nicht opti­malen Bedin­gun­gen; er war nur als ziem­lich dif­fuser Fleck zu erken­nen.
Als Näch­stes habe ich mir dann das Fer­n­glas geschnappt und mir noch den Klei­der­bügel­haufen Cr 399 ange­se­hen. Er war richtig gut zu erken­nen und der Him­mel im Hin­ter­grund auch entsprechend dunkel.

Noch ein Kugelsternhaufen

Das näch­ste Beobach­tungs­fen­ster für weit­ere Objek­te tat sich dann im Stern­bild Pega­sus auf, sodass ich dort den Kugel­stern­haufen M15 ins Visi­er nehmen kon­nte. Neben Pega­sus war dann auch das Stern­bild Androm­e­da zu erken­nen. Hier habe ich zunächst mit dem Fer­n­glas unser­er Nach­bar­galax­ie M31 einen Besuch abges­tat­tet und diese dann anschließend auch noch kurz im Dob­son betrachtet.

Ende der Beobachtungsnacht

Danach war der Him­mel erst mal wieder kom­plett dicht und ich habe es mir in meinem Stuhl mit Blick in den Him­mel bequem gemacht. Mit­tler­weile war es nach 0 Uhr und ich bin immer wieder kurz im Stuhl eingeschlafen – war ja auch ein langer Tag bis dahin –, und so habe ich dann entschlossen, mich hinzule­gen und später in der Nacht noch ein­mal zu schauen, ob die Bedin­gun­gen bess­er gewor­den sind. Lei­der habe ich es trotz Weck­er dann nicht mehr aus dem Zelt geschafft.

Wie ich von den anderen Astrofre­un­den am näch­sten Tag erfahren durfte, war das ein schw­er­er Fehler: Die Nacht war ab ca. 2 Uhr bis mor­gens um 4 Uhr richtig klar!

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  • M_27_354x20sec_2026-07–10_final: Matze Schmidt
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