Digitale Souveränität – warum ich meine digitale Infrastruktur überdacht habe

Lesedauer 7 Minuten

Vielle­icht ist es dem einen oder anderen aufge­fall­en, dass in den let­zten bei­den Monat­en kein “Objekt des Monats” auf meinem Blog erschienen ist. Dafür möchte ich mich zunächst entschuldigen – allerd­ings gab es dafür einen beziehungsweise mehrere gute Gründe.

Wer mir bere­its auf Face­book, Insta­gram oder über What­sApp fol­gt, hat möglicher­weise schon mit­bekom­men, dass ich mich in den let­zten Monat­en inten­siv mit dem The­ma dig­i­tale Sou­veränität beschäftigt habe. Genau dieses The­ma hat bei mir zeitweise für eine recht hohe Aus­las­tung gesorgt.

Da ich das The­ma ger­ade – auch auf­grund der aktuellen poli­tis­chen und tech­nol­o­gis­chen Entwick­lun­gen – für sehr wichtig halte, möchte ich heute ein­mal einen Artikel ver­fassen, der sich aus­nahm­sweise nicht mit Astronomie beschäftigt. Zunächst gehe ich dabei auf die Hin­ter­gründe und die Bedeu­tung dig­i­taler Sou­veränität ein und beschreibe anschließend die Schritte, die ich per­sön­lich bere­its unter­nom­men habe.

Was bedeutet digitale Souveränität eigentlich?

Der Begriff dig­i­tale Sou­veränität taucht in den let­zten Jahren immer häu­figer auf, wird jedoch oft unter­schiedlich inter­pretiert. Im Kern beschreibt er die Fähigkeit von Indi­viduen, Organ­i­sa­tio­nen oder auch ganzen Staat­en, ihre dig­i­tale Infra­struk­tur, ihre Dat­en und ihre Kom­mu­nika­tion selb­st­bes­timmt zu kon­trol­lieren. Es geht also darum, Abhängigkeit­en zu reduzieren und Entschei­dun­gen über die eigene dig­i­tale Umge­bung selb­st tre­f­fen zu können.

In der Prax­is bedeutet das beispiel­sweise zu wis­sen, wo die eige­nen Dat­en gespe­ichert wer­den, wer Zugriff darauf hat und unter welchen rechtlichen Rah­menbe­din­gun­gen sie ver­ar­beit­et wer­den. Viele der Dien­ste, die wir täglich nutzen – von sozialen Net­zw­erken über Cloud­spe­ich­er bis hin zu Mes­sen­ger-Dien­sten – wer­den von großen inter­na­tionalen Konz­er­nen betrieben. Das bringt zwar häu­fig Kom­fort und eine große Ver­bre­itung mit sich, führt aber gle­ichzeit­ig zu ein­er starken Abhängigkeit von einzel­nen Anbietern.

Dig­i­tale Sou­veränität bedeutet dabei nicht zwangsläu­fig, auf mod­erne dig­i­tale Dien­ste zu verzicht­en. Vielmehr geht es darum, bewusste Entschei­dun­gen zu tre­f­fen: Welche Plat­tfor­men möchte ich nutzen? Welche Alter­na­tiv­en gibt es? Und wie kann ich meine Dat­en, meine Kom­mu­nika­tion und meine Inhalte möglichst unter mein­er eige­nen Kon­trolle behalten?

Ger­ade im All­t­ag viel­er Men­schen spielt dig­i­tale Sou­veränität eine größere Rolle, als man zunächst ver­muten würde. Ein Großteil unser­er Kom­mu­nika­tion, unser­er Fotos, Doku­mente und per­sön­lichen Infor­ma­tio­nen befind­et sich heute in dig­i­tal­en Dien­sten – oft verteilt über ver­schiedene Plat­tfor­men und Anbi­eter. Dadurch entste­ht schnell eine gewisse Abhängigkeit von einzel­nen Unternehmen und deren Infrastruktur.

Sich mit dig­i­taler Sou­veränität zu beschäfti­gen bedeutet daher vor allem, ein Bewusst­sein dafür zu entwick­eln, wie und wo die eige­nen Dat­en gespe­ichert wer­den und welche Möglichkeit­en es gibt, mehr Kon­trolle darüber zu behal­ten. Dabei geht es nicht darum, dig­i­tale Dien­ste voll­ständig zu ver­mei­den, son­dern informierte Entschei­dun­gen zu tre­f­fen und die eigene dig­i­tale Umge­bung möglichst selb­st­bes­timmt zu gestalten.

Im weit­eren Ver­lauf dieses Artikels möchte ich daher einen Ein­blick geben, welche Über­legun­gen mich in den let­zten Monat­en beschäftigt haben und welche konkreten Schritte ich bere­its umge­set­zt habe, um meine eigene dig­i­tale Sou­veränität ein Stück weit zu stärken.

Um etwas Struk­tur in das Ganze zu brin­gen, beschreibe ich im Fol­gen­den einige The­men­blöcke wie Betrieb­ssys­tem, Cloud­spe­ich­er sowie Kom­mu­nika­tion und soziale Netzwerke.

Der erste große Schritt: Mein Wechsel von Windows zu Linux

Auch ich habe jahre­lang zu den Win­dows-Nutzern gehört. In den let­zten Jahren häuften sich jedoch die Prob­leme nach Updates immer mehr. Funk­tio­nen waren plöt­zlich nicht mehr ver­füg­bar, Dateien ver­schwan­den oder der Rech­n­er startete nicht mehr sauber.

Zunehmend gen­ervt davon entschloss ich mich im Dezem­ber 2021 dazu, einen weit­eren Ver­such mit Lin­ux zu starten. Bere­its früher hat­te ich immer wieder damit exper­i­men­tiert. Gescheit­ert ist es damals meist an Pro­gram­men, die nicht liefen oder für die es keine Alter­na­tiv­en gab, an fehlen­der Treiberun­ter­stützung oder schlicht am gewohn­ten Komfort.

Als ich dann Lin­ux Mint nach der Instal­la­tion zum ersten Mal startete, erlebte ich tat­säch­lich so etwas wie einen kleinen Wow-Effekt. Das Sys­tem startete extrem schnell und alles funk­tion­ierte sofort auf Anhieb – Druck­er, Net­zw­erk und andere Hard­ware wur­den direkt erkan­nt. Auch Libre­Of­fice und Thun­der­bird waren bere­its instal­liert, sodass ich sofort pro­duk­tiv arbeit­en konnte.

Mit Libre­Of­fice lassen sich prak­tisch alle Auf­gaben erledi­gen, die man auch mit MS Office durch­führen kann. Die Dateifor­mate sind weit­ge­hend kom­pat­i­bel, sodass der Aus­tausch mit anderen prob­lem­los funk­tion­iert. Der vielle­icht größte Vorteil: Es gibt keinen Abozwang und die Soft­ware kann kosten­los genutzt wer­den. Thun­der­bird ist eine großar­tige Open­Source Alter­na­tive zu Out­look und sendet vor allem auch keine Dat­en beim Mailabruf an Microsoft wie es Out­look mit­tler­weile macht.

Mit Lin­ux Mint wird außer­dem direkt Fire­fox als Brows­er mit­geliefert, der deut­lich zurück­hal­tender beim Sam­meln von Nutzer­dat­en ist als beispiel­sweise Microsoft Edge oder Google Chrome.
Ich nutze jedoch über­wiegend Vival­di. Mir ist bewusst, dass dies ein klein­er Kom­pro­miss in Sachen Sou­veränität ist: Vival­di ist nicht voll­ständig Open Source und basiert auf der Chromi­um-Engine (die maßge­blich von Google entwick­elt wird). Den­noch bietet er mir durch den inte­gri­erten Werbe- und Track­ing­block­er sowie die enorme Anpass­barkeit einen deut­lich höheren Schutz mein­er Pri­vat­sphäre als herkömm­liche Brows­er. Auf lange Sicht werde ich wohl aber auch dort noch wech­seln und zu Fire­fox zurückkehren. 

Lin­ux Mint bin ich dann einige Jahre treu geblieben, bis mich die Neugi­er gepackt hat und ich mehr über andere Dis­tri­b­u­tio­nen und deren Eigen­heit­en ler­nen wollte. Zwis­chen­zeitlich habe ich daher auch Debian und CachyOS getestet. Aktuell bin ich bei Man­jaro gelandet und nutze dieses Sys­tem nun bere­its seit eini­gen Monaten.

Rück­blick­end war der Wech­sel des Betrieb­ssys­tems ver­mut­lich der erste große Schritt auf mein­er per­sön­lichen Reise zu mehr dig­i­taler Unab­hängigkeit und Freiheit.

Entwicklungen bei Windows, die meine Entscheidung bestätigt haben

Nach­dem ich bere­its zu Lin­ux gewech­selt war, sind weit­ere Entwick­lun­gen bei Win­dows hinzugekom­men, die mich in mein­er Entschei­dung zusät­zlich bestärkt haben.

Ein Beispiel ist die Ein­führung von Funk­tio­nen wie Recall, die regelmäßig Bild­schir­mauf­nah­men erstellen, um Aktiv­itäten zu rekon­stru­ieren. Auch wenn Microsoft hier sicher­heit­stech­nisch nachgebessert hat, wider­spricht ein solch­es Fea­ture meinem Ver­ständ­nis von Datensparsamkeit und Pri­vat­sphäre grundlegend.

Hinzu kom­men zunehmende Hard­ware­an­forderun­gen, die ältere – eigentlich noch leis­tungs­fähige – Geräte auss­chließen, sowie der immer stärkere Zwang zur Nutzung eines Onlinekon­tos bei Instal­la­tion und Nutzung des Betriebssystems.

All diese Punk­te bestäti­gen für mich per­sön­lich, dass der Wech­sel zu Lin­ux die richtige Entschei­dung war. In meinem pri­vat­en Umfeld habe ich inzwis­chen auch einige beim Umstieg berat­en und unter­stützt. Das Feed­back war bish­er durch­weg pos­i­tiv – und alle nutzen weit­er­hin Linux.

Cloudspeicher: Warum ich meine Daten stärker selbst kontrollieren wollte

Ein weit­er­er Bere­ich, der mich zum Nach­denken gebracht hat, ist das The­ma Cloud­spe­ich­er. Viele große Anbi­eter nutzen gespe­icherte Dat­en zunehmend auch für die Analyse und das Train­ing von KI-Sys­te­men. Selb­st wenn dies häu­fig anonymisiert geschieht, bleibt bei vie­len Nutzern ein ungutes Gefühl, wenn per­sön­liche Doku­mente oder Fotos Teil solch­er Auswer­tun­gen wer­den könnten.

Aus diesem Grund habe ich mich dazu entsch­ieden, ver­stärkt auf selb­st gehostete Lösun­gen zu set­zen. Heute nutze ich Nextcloud als zen­trale Plat­tform für meine Dat­en. Mit­tler­weile läuft eine eigene Nextcloud-Instanz auf meinem Syn­ol­o­gy NAS zu Hause. Auch wenn das Betrieb­ssys­tem des NAS selb­st her­stel­lerge­bun­den (pro­pri­etär) ist, habe ich so zumin­d­est die physis­che Hoheit über meine Fest­plat­ten und Daten.

Ein Back­up mein­er Dat­en läuft derzeit noch ver­schlüs­selt auf Google Dri­ve, soll aber per­spek­tivisch zu Ionos umziehen. Durch den Stan­dort Deutsch­land unter­liegt dieser Spe­ich­er den stren­gen europäis­chen Daten­schutzregeln, was die Abhängigkeit von US-Anbi­etern und deren Recht­sraum (wie dem Cloud Act) mas­siv reduziert. Ein zusät­zlich­er Vorteil: Kon­tak­te und Kalen­der laufen inzwis­chen eben­falls über Nextcloud und nicht mehr über Google.

Soziale Netzwerke und Messenger – mehr Kontrolle über Kommunikation

Auch im Bere­ich soziale Net­zw­erke und Mes­sen­ger habe ich meine Nutzung in den let­zten Jahren zunehmend hinterfragt.

Viele große Plat­tfor­men arbeit­en stark mit Algo­rith­men, die entschei­den, welche Inhalte mir über­haupt angezeigt wer­den. Dadurch entste­ht schnell eine gefilterte Wahrnehmung der Inhalte – und man sieht längst nicht mehr alles, was die eige­nen Kon­tak­te tat­säch­lich veröffentlichen.

Hinzu kommt die umfan­gre­iche Date­nauswer­tung durch große Plat­tform­be­treiber wie META. Diese beschränkt sich nicht nur auf Aktiv­itäten inner­halb der Plat­tfor­men selb­st, son­dern kann auch Dat­en von vie­len Drit­tweb­seit­en einbeziehen.

Auch bei Mes­sen­gern gibt es berechtigte Fra­gen zum Umgang mit Meta­dat­en. Selb­st wenn Inhalte ver­schlüs­selt sind, kön­nen Anbi­eter häu­fig nachvol­lziehen, wer mit wem, wann, wie oft und von wo kommuniziert.

Ein weit­er­er Gedanke, der mich beschäftigt hat, ist die mögliche poli­tis­che oder wirtschaftliche Abhängigkeit von einzel­nen Dien­sten. In ein­er zunehmend anges­pan­nten geopoli­tis­chen Lage erscheint es zumin­d­est denkbar, dass bes­timmte Dien­ste eingeschränkt oder sog­ar abgeschal­tet wer­den könnten.

Welche Alternativen ich heute nutze

Als Kon­se­quenz daraus habe ich begonnen, alter­na­tive Plat­tfor­men zu nutzen.

Im Bere­ich Social Media bin ich inzwis­chen bei Mastodon und Pix­elfed aktiv. Bei­de sind Teil des soge­nan­nten Fedi­verse, also eines offe­nen Net­zw­erks miteinan­der ver­bun­den­er Plattformen.

Für Mes­sen­ger-Kom­mu­nika­tion nutze ich mit­tler­weile Fluffy beziehungsweise Ele­ment, die auf dem Matrix-Pro­tokoll basieren. Auch hier betreibe ich inzwis­chen einen eige­nen Matrix-Serv­er zu Hause.

Aktuell nutze ich noch eine soge­nan­nte „Bridge“, um Nachricht­en von What­sApp und Sig­nal in meine Matrix-App weit­erzuleit­en. Das ist eine kom­fort­able Über­gangslö­sung, aber mir ist klar: Solange die Bridge zu What­sApp aktiv ist, behält der Meta-Konz­ern weit­er­hin den Ein­blick in die Meta­dat­en (wer kom­mu­niziert wann mit wem). Langfristig ist es daher mein Ziel, diese Brück­en abzubauen und die Kom­mu­nika­tion voll­ständig auf freie Pro­tokolle zu verlagern.

Fazit: Digitale Souveränität ist ein Prozess

Die Beschäf­ti­gung mit dig­i­taler Sou­veränität hat bei mir in den let­zten Monat­en zu eini­gen Verän­derun­gen geführt – sowohl tech­nisch als auch im per­sön­lichen Nutzungsver­hal­ten. Viele dieser Schritte sind zunächst aus Neugi­er ent­standen, haben sich im Laufe der Zeit aber als sin­nvoll und nach­haltig erwiesen.

Dabei geht es aus mein­er Sicht nicht darum, jede große Plat­tform oder jeden bekan­nten Dienst grund­sät­zlich abzulehnen. Vielmehr geht es darum, sich bewusst zu machen, welche Rolle dig­i­tale Dien­ste in unserem All­t­ag spie­len und welche Alter­na­tiv­en es gibt.

Dig­i­tale Sou­veränität ist kein Zus­tand, den man von heute auf mor­gen erre­icht. Es ist eher ein Prozess – ein schrit­tweis­es Hin­ter­fra­gen der eige­nen dig­i­tal­en Gewohn­heit­en und ein langsames Erhöhen der eige­nen Unabhängigkeit.

Für mich per­sön­lich war diese Reise sehr span­nend und lehrre­ich. Vielle­icht kon­nte dieser kleine Ein­blick auch den einen oder anderen Leser dazu anre­gen, sich eben­falls ein wenig inten­siv­er mit dem The­ma auseinanderzusetzen.

Und keine Sorge: Im näch­sten Artikel auf diesem Blog wird es dann wieder um das gehen, worum es hier eigentlich immer geht – Astronomie und den Blick in den Sternenhimmel.

Ein wichtiger Gedanke zum Schluss: Freiheit braucht Unterstützung

Ein Punkt ist mir noch beson­ders wichtig: Ich habe im Text immer wieder erwäh­nt, dass viele dieser Pro­gramme und Plat­tfor­men kosten­los nutzbar sind. Das ist ein riesiger Vorteil, doch „kosten­los“ bedeutet nicht, dass die Entwick­lung kein Geld oder keine Zeit kostet.

Open-Source-Pro­jek­te wie Lin­ux, Libre­Of­fice oder Mastodon leben nicht von riesi­gen Wer­be­bud­gets, son­dern vom Engage­ment ein­er weltweit­en Gemein­schaft. Sie sind auf Unter­stützung angewiesen, um unab­hängig und sich­er zu bleiben. Das Schöne daran ist: Jed­er kann sich einbringen!

Spenden: Viele Pro­jek­te freuen sich über kleine Beträge (z. B. den Gegen­wert eines Kaf­fees im Monat), um Serverkosten oder Entwick­ler zu finanzieren.

Mitar­beit: Man muss kein Pro­gram­mier­er sein. Auch das Schreiben von Doku­men­ta­tio­nen, das Über­set­zen von Tex­ten oder schlicht das Melden von Fehlern hil­ft enorm.

Weit­er­sagen: Allein dadurch, dass ihr diese Tools nutzt und anderen davon erzählt, stärkt ihr das Ökosystem.

Dig­i­tale Sou­veränität ist also nicht nur ein per­sön­lich­er Gewinn, son­dern auch eine Gemein­schaft­sauf­gabe. Wenn wir die Werkzeuge unter­stützen, die uns Frei­heit ermöglichen, sor­gen wir dafür, dass sie auch in Zukun­ft für alle da sind.

Wie seht ihr das The­ma dig­i­tale Sou­veränität?
Nutzt ihr bere­its alter­na­tive Dien­ste oder habt ihr euch damit bish­er noch nicht beschäftigt?
Schreibt es gerne in die Kommentare.

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