Vogelsberg am 23.02.2019

Kartenausschnitt Vogelsberg

Die Wetterprognosen machten es mir nicht gerade leicht an diesem Samstag. Die Vorhersage war nicht gerade ideal und die Gefahr die lange Strecke umsonst zu fahren war gegeben. Nach langen Überlegungen und abschätzen der Entwicklung war die Entscheidung dann gefallen. Wir hatten uns an diesem Abend zu viert auf die Reise gemacht. Mit dabei waren diesmal mein Sohn und ein guter Freund mit seinem Sohn.

Auf der Herchenhainer Höhe angekommen, mussten wir erst mal feststellen, dass es dort nicht nur wie erwartet ein paar Grad kälter war, sondern auch noch ein eisiger Wind ging. Das sollte uns aber natürlich nicht abschrecken. Beim Aufbau des 16 Zöller musste ich dann leider feststellen, dass ich die Gewichte vergessen hatte. Also musste ich improvisieren und habe kurzerhand meine Laptoptasche gefüllt mit einigen Gegenständen und einer Flasche Wasser an das Teleskop gehängt. Nun kann es losgehen dacht ich, doch weit gefehlt...Meine Nachlässigkeit in den letzten Wochen bzgl. überprüfen der Ausrüstung sollte sich fürchterlich rächen. In beiden Justierlasern waren die Batterien leer und Ersatz hatte ich keinen dabei. Ich konnte gerade noch den Fangspiegel einstellen und die abschließende Justage des Hauptspiegels musste ich dann am Stern vornehmen.

Nach den anfänglichen Schwierigkeiten konnte es nun endlich losgehen. Als erstes haben wir uns den Orionnebel M42 vorgenommen. Mit OIII Filter war dieser wunderschön am Himmel. Danach haben wir uns den Eulenhaufen NGC457 im Sternbild Kassiopeia angesehen. Die Kinder haben die Eule nach ein wenig Erläuterung dann auch gleich erkannt und waren begeistert. Als nächstes widmeten wir uns dann den beiden Sternhaufen ha & chi im Sternbild Perseus. Mit dem dunklen Himmel auf der Herchenhainer Höhe kommen die beiden Sternhaufen richtig schön zur Geltung. Nach ha & chi ging es nochmals rüber zu Kassiopeia und dem Sternhaufen M103. Im Anschluss haben wir uns dann den Granatstern im Sternbild Kepheus angesehen. Seine orange-rot-farbene Leuchtkraft ist wirklich beeindruckend. Da die Plejaden M45, im Sternbild Stier, auch immer ein lohnenswertes Ziel sind haben wir uns diese natürlich auch noch angesehen.

Nun war der große Wagen auf einer vernünftigen Beobachtungshöhe über dem Horizont angekommen, so dass wir uns den beiden Galaxien M81 und M82 zugewandt haben. Bei der Zigarrengalaxie M82 war ziemlich deutlich das dunkle Staubband in der Mitte der Galaxie zu erkennen. Einmal in diesem Sternbild unterwegs haben wir noch einen Abstecher zu der Whirlpoolgalaxie M51 gemacht.

Etwas enttäuschend, da schon sehr nahe am Horizont, war unsere Nachbargalaxie M31. Sie war zwar sehr hell im Kern, aber Staubbänder waren heute leider keine zu erkennen. Wir starteten dann den Versuch im Löwen alle Galaxien des Leo Triplett M66 zu sehen. Leider waren nur zwei der drei Galaxien wirklich zu erkennen.

Als nächstes standen noch die drei offenen Sternhaufen M36, M37 und M38 im Sternbild Fuhrmann auf dem Programm. Den krönenden Abschluss bildete dann noch der Eskimonebel NGC2392 im Sternbild Zwillinge. Das erste Mal hatte ich noch fast eine Stunde gebraucht um ihn zu finden und dieses mal gelang es mir in wenigen Minuten.

Ziemlich durchgefroren machten wir uns dann ans Abbauen des Teleskopes und traten die Heimreise an.




Pfaffenwiesbach am 15.02.2019

Kartenausschnitt Orion

Die letzten Wochen waren für jeden Hobbyastronomen eine wirkliche Qual. Außer an dem Morgen, als die Mondfinsternis stattgefunden hat, war der Himmel ja wirklich dauerbewölkt. Die Vorhersage für die Nacht vom 15.02. auf den 16.02.2019 war dann endlich wieder gut. Leider war der Mond bis frühmorgens hoch am Himmel zu erwarten. Da sich aber einige Mitglieder aus der Mailingliste des Taunus-AstroTreff und dem Astronomieverein (AG Orion) für Pfaffenwiesbach angekündigt hatten und ich wahrlich astronomisch fast am verdursten war, bin ich trotz Mond auch nach Pfaffenwiesbach gefahren. Gegen 19:30 Uhr bin ich in Pfaffenwiesbach angekommen und es waren schon einige andere Sternfreunde dort. Davon einige, die ich schon von anderen Treffen in Pfaffenwiesbach kannte. Aber auch ein paar neue über deren Bekanntschaft ich mich sehr gefreut habe.

Meine neue Stirnlampe mit Rotlicht habe ich für den Aufbau nicht wirklich benötigt. Der Mond hat alles gut ausgeleuchtet. Nach dem Aufbau meines 16 Zoll Dobson, habe ich noch etwas mit meiner Justierung gekämpft. Am Ende war es aber nur meine eigene Ungeduld die mir zu schaffen machte. So ein großer Spiegel benötigt eben etwas mehr Zeit zum auskühlen.

Das erste Objekt des Abends war der Orionnebel M42. Durch den hellen Mond war er nicht ganz so prächtig wie in einer dunklen Nacht, aber immer noch sehr schön anzusehen. Im Anschluss habe ich mir dann die Plejaden angesehen. Trotz meines großen Übersichtsokulares passen sie zwar nicht vollständig ins Gesichtsfeld sind aber dennoch ein Genuss. Nach den Plejaden habe ich dann einen Schwenk Richtung Kassiopeia gemacht um mir dort den Eulenhaufen NGC457 anzusehen. In meinen Augen ein sehr schöner Sternhaufen, den ich mir immer wieder gerne ansehe. Nun wollte ich mir natürlich auch noch das Muskelmännchen St2 anschauen. Durch die lange Beobachtungspause hatte ich jedoch den ersten Teil des Abends extrem mit der Drehung der Sternbilder am Himmel meine Last. Ich war mir bei dem Sternhaufen den ich nun im Okular hatte nicht wirklich sicher ob es sich um das Muskelmännchen handelt oder nicht. Aber es waren ja noch genug andere da, die ich fragen konnte. Ein Vergleich mit einem Foto auf dem Smartphone hat dann Gewissheit gebracht, dass es wirklich St2 im Okular war. Da ganz in der Nähe noch die beiden Sternhaufen h & Chi liegen durften die natürlich nicht fehlen. Ich muss aber sagen, dass die beiden unter dunklem Himmel doch um einiges schöner anzusehen sind.

Mittlerweile ist dann auch Björn aus dem Vogelsberg bei unserem "kleinen" Teleskoptreffen eingetroffen. Da er direkt von der Arbeit kam, hatte er leider nicht sein 20 Zöller dabei. Wir haben dann gemeinsam mit meinem 16er beobachtet. Insgesamt waren wir nun schon 20 Sternfreunde in Pfaffenwiesbach und das bei diesem hellen Mond. Offensichtlich war ich nicht der einzige der so ausgehungert war.

Als nächstes haben wir dann mal getestet wie sich die Andromeda Galaxie M31 unter diesem Himmel zeigt. Erwartungsgemäß war nicht viel mehr als der helle Fleck des Galaxienkernes zu sehen. Im Anschluss haben wir uns also wieder einem Sternhaufen gewidmet. Diesesmal ein für mich neues Objekt, den Weihnachtsbaumsternhaufen NGC2264. Ebenfalls eine sehr schöne Ansammlung von Sternen. Da am östlichen Himmel mittlerweile das Sternbild Jaghunde auf einer vernünftigen Beobachtungshöhe war, wurde es nun endlich Zeit für M3, den ersten Kugelsternhaufen 2019. Ich muss sagen, ich finde Kugelsternhaufen ja sensationell. Und wenn man so lange nicht mehr zum Beobachten unterwegs war, ist ein Kugelsternhaufen irgendwie noch schöner. Nach dem Kugelsternhaufen haben wir uns die Galaxiengruppe M66 im Sternbild Löwen angesehen. Diese hatte ich zuvor auch noch nicht gesehen. Es waren aufgrund des Mondes leider nur zwei Galaxien zu erkennen.

Da nun auch der große Wagen weit oben am Himmel stand, haben wir uns mal an den Galaxien M51, M101 und M81, M82 versucht. Erstaunlicherweise haben wir alle vier gefunden. Und das bei diesem hellen Himmel. natürlich waren zumindest bei der Whirlpoolgalaxie M51 und der Feuerradgalaxie M101 nur die Kerne zu sehen. Bei M101 musste man sich aber wirklich anstrengen den Kern zu sehen. Die Bodes Galaxie M81 war da schon wesentlich besser zu sehen. Und bei der Zigarrengalaxie M82 war sogar das Staubband zu erkennen, dass durch die Mitte der Galaxie verläuft. Ich war wirklich überrascht wie viel man doch bei einer solchen Mondnacht beobachten kann. Mit Galaxien hätte ich nicht gerechnet.

Nach den Galaxien wurde es erneut Zeit für Kugelsternhaufen. Der nächste sollte M53 im Sternbild Haar der Berenike sein. Auch diesen habe ich zuvor noch nicht gesehen. Da der Herkules sich mittlerweile am Himmel zeigte konnten wir uns auch M13 zum ersten Mal in diesem Jahr ansehen.

Den Abschluss des Abends bildete dann noch der offene Sternhaufen M103 im Sternbild Kassiopeia. Ein sehr schöner offener Sternhaufen.

Es war wieder ein sehr schöner Beobachtungsabend, an dem ich wieder ganz viele tolle Menschen getroffen habe. Der Beobachtungsplatz wird oft genutzt von den Sternfreunden der Mailingliste “Taunus-AstroTreff” oder dem Verein “AG Orion”. Wer sich für Astronomie interessiert und sich das gerne mal anschauen möchte ist jederzeit willkommen. Einfach mal Kontakt aufnehmen:

Mailingliste Taunus-AstroTreff:

https://de.groups.yahoo.com/neo/groups/taunus-astrotreff/

Verein:

www.agorion.de

Für alle die gerne sehen wollen wie viel an diesem Abend in Pfaffenwiesbach los war gibt es ein Video der AG Orion:

Quelle: AG-Orion




Vogelsberg am 13.10.2018

Kartenausschnitt Vogelsberg

Nachdem ich gestern in Pfaffenwiesbach schon beobachten war und die Wetterprognosen für den heutigen Tag sogar noch besser aussahen gab es natürlich nur eine Möglichkeit für mich. Auto packen und auf zum Sternegucken. Heute jedoch ging es wieder in den Vogelsberg. Hier wusste ich auch von zwei Leuten die auch noch kommen wollten.

Um ca. 20:30 Uhr bin ich dann im Vogelsberg angekommen. Mit dabei waren diesesmal noch meine Schwester und ihr Mann. Vor Ort waren schon drei Leute fleißig dabei ihrem Hobby nachzugehen. Also nix wie aufbauen und auch loslegen.

Gestartet haben wir wie immer mit den Standardobjekten M13 im Herkules und M57 in der Leier. Danach ging es in den Schwan um den Hantelnebel M27, den Kugelsternhaufen M71 und den Cirrusnebel NGC 6960 zu beobachten. Der Cirrusnebel war heute sehr beeindruckend. Dank eines super Himmels waren die Strukturen sehr schön zu erkennen. Im Schwan durfte dann natürlich auch der Doppelstern Albireo nicht fehlen.

Im Anschluss an den Albireo wechselten wir in das Sternbild Pegasus um den Kugelsternhaufen M15 aufzusuchen. M15 zähle ich persönlich auch zu den wirklich schönen Kugelsternhaufen. Einmal im Pegasus ist es zu Andromeda nicht weit, also wurde unserer Nachbargalaxie M31 ebenfalls ein Besuch abgestattet. Mit geringer Vergrößerung war natürlich auch die Begleitgalaxie M32 zu sehen.

Bevor der große Bär nun aus dem Blickfeld wandern zu drohte wurden dort noch die beiden Galaxien M81 und die Zigarrengalaxie M82 beobachtet. Von dort aus haben wir dann nach rechts Richtung Kassiopeia geschwenkt. In der Kassiopeia haben wir dann den Sternhaufen NGC 7789 auch bekannt als Caroline's Rose Cluster beobachtet. Ein sehr schöner Anblick. Auch sehr beeindruckend war der Eulenhaufen NGC 457 welcher sich ebenfalls im Sternbild Kassiopeia befindet. Vom gestrigen Abend hatte ich noch eine Tipp bzgl. eines weiteren interessanten Sternhaufens offen. Das Muskelmännchen St2 in Kassiopeia. Auch dieser Sternhaufen ist sehr schön und das Männchen mit den nach oben gereckten Armen gut erkennbar. Das letzte Objekt in diesem Sternbild war dann noch der Sternhaufen M52. Von Kassiopeia aus haben wir dann noch die Doppelsternhaufen Ha & Chi beobachtet.

Mittlerweile standen auch die Plejaden und der Fuhrmann bereits am Horizont. Die Plejaden waren wie immer sehr schön mit geringer Vergrößerung. Im Fuhrmann kamen dann die drei Sternhaufen M36, M37 und M38 an die Reihe.

Meine Schwester und Ihr Mann sind dann nach Hause aufgebrochen nachdem Sie lange in dem doch recht unangenehmen und teilweise wirklich störenden Wind ausgehalten hatten. Eigentlich wollte ich danach auch bald abbauen und die Heimreise antreten, aber ich hatte ja immer noch nette Gesellschaft von anderen Sternfreunden und auch noch einige Objekte auf meiner Liste die ich noch nie gesehen hatte.

Ich machte mich also dann zunächst auf die Suche nach der Galaxie NGC 6503 im Sternbild Drachen und wurde fündig. Auch wenn diese Galaxie nur einen Stern im DeepSky-Reiseführer bekommen hat muss ich sagen mir hat der Anblick gefallen. Mittlerweile stand der Stier auch in ausreichender Höhe über dem Horizont um es nochmal mit dem Krebsnebel M1 zu versuchen. Auch diesen konnte ich endlich das erste mal bestaunen. Einmal im Stier habe ich noch Mel25, die Hyaden, beobachtet.

Nun ging es nochmal zum Zwilling um dort den offenen Sternhaufen M35 zu beobachten. Diesen hatte ich vorher auch noch nicht beobachtet. Ebenfalls ein sehr schöner Sternhaufen. Im Zwilling habe ich dann auch den Doppelstern Kastor aufgesucht. Schon oft verzweifelt gesucht habe ich den Eskimonebel NGC 2392 welcher ebenfalls im Zwilling zu finden ist. Mit viel Geduld und mit Hilfe der Detailkarte aus dem DeepSky-Reiseatlas hatte ich diesmal jedoch Erfolg und wurde auch nicht enttäuscht.

Den Abschluss bildete der Orionnebel M42 im gleichnamigen Sternbild.

Auch nach dem heutigen Abend muss ich mich bei einer Person bedanken. Danke an Matthew für die Hilfe mit meinem Hauptspiegel, bei dem die Gurte nicht mehr richtig saßen und somit meine Kollimation nicht mehr gepasst hat. Auch die anderen drei Sternfreunde waren sehr nett und es war auch toll mal durch einen 20 Zoll Dobson durchzublicken.

Beobachtungsliste:
M13, M57, M27, M71, NGC 6960, Albireo, M15, M31, M32, M81, M82, NGC 7789, NGC 457, St2, M52, Ha & Chi, Plejaden, M36, M37, M38, NGC 6503, M1, Mel25, M35, Kastor, NGC 2392, M42




Pfaffenwiesbach am 12.10.2018

Kartenausschnitt Taunus

Nachdem meine letzte geplante Beobachtungsnacht wetterbedingt leider ausfallen musste hatte ich für den 13.10.2018 die nächste Tour geplant. Aufgrund guter Vorhersagen bin ich jedoch schon einen Abend vorher rausgefahren. Da sich einige Mitglieder aus der Mailingliste des Taunus-AstroTreff und dem Astronomieverein (AG Orion) für Pfaffenwiesbach angekündigt hatten, hatte auch ich mich dafür entschieden dorthin zu fahren.

Als ich dann leider etwas später als geplant in Pfaffenwiesbach angekommen bin waren schon einige Sternfreunde vor Ort. Ich bin dann erstmal die Reihe durch um Hallo zu sagen und um mir einen Platz zum Aufstellen meines Dobsons zu suchen.

Nach dem Aufbau bin ich noch mal die Reihe abgelaufen und habe mich hier und da ein wenig unterhalten oder auch mal durch andere Geräte wie z.B. ein Binocular durchgesehen. Hier bot sich mir ein sehr beeindruckendes plastisches Bild vom Mond.

Nach einigen Minuten bin ich dann zu meinem 16 Zoll Dobson zurück und habe mit dem Beobachten angefangen. Ich hatte mir mal wieder eine Liste mit gewünschten Objekten die ich gerne betrachten wollte erstellt und natürlich mit einem meiner Lieblingskugelsternhaufen M13 im Sternbild Herkules angefangen. Wer sich den einen Kugelsternhaufen im Herkules anschaut, muss natürlich auch bei M92 halt machen und den zweiten Kugelsternhaufen im Herkules betrachten. Weiter ging es dann mit dem ebenfalls bereits bekannten Planetarischem Nebel M57, dem Hantelnebel M27 und dem Cirrusnebel NGC 6960 im Schwan. Beim Cirrusnebel ist dann schon aufgefallen, dass der Himmel an diesem Abend leider nicht optimal war, aber man muss es eben nehmen wie es kommt.

Nach dem Schwan bin ich dann zum Sternbild Pegasus gewechselt und habe mir den Kugelsternhaufen M15 angesehen. Von dort aus habe ich dann einen Schwenk nach links Richtung Andromedagalaxie gemacht. Unterhalb des Sternbildes Andromeda ist das Sternbild Dreieck zu sehen und in dessen Nähe gibt es die Dreiecksgalaxie M33. Leider war hier nicht mehr als ein diffuser Fleck im Teleskop zu erkennen. Bei M31 war da schon erwartungsgemäß einiges mehr zu sehen.

Mittlerweile standen die Plejaden M45 in einer vernünftigen Höhe, so dass ich mir diese selbstverständlich auch noch angeschaut habe. Im Anschluss an die Plejaden kamen dann noch die Doppelsternhaufen Ha & Chi an die Reihe.

Zum ersten Mal habe ich an diesem Abend dann noch den Sternhaufen M52 im Sternbild Kassiopeia und den Wildentenhaufen M11 im Sternbild Schild gesehen. Beides zwei wirklich schöne Sternhaufen. Ebenfalls zum ersten Mal beobachtet habe ich Kembles Kaskade. Diese ist im Sternbild Giraffe zu finden. Beginnt man an der Formation am unteren Ende der Sternenkette und fährt diese dann ab erreicht man am Ende den offenen Sternhaufen NGC 1502. Insgesamt eine sehr schöne Formation.

Den Abschluss bildeten dann die beiden Galaxien M81 und M82 im großen Bären sowie, als weiteres neues Objekt, die Galaxie NGC 7331 im Sternbild Pegasus. NGC 7331 ist in der Nähe zu Stephans Quintett. Leider waren die Galaxien dieser Gruppe nicht zu erkennen.

Gegen 1:30 Uhr habe ich dann so langsam auch abgebaut um den Heimweg anzutreten. Ich muss sagen es war ein wirklich toller Abend. Es waren glaube ich 16 Sternfreunde anwesend und die Stimmung war ausgezeichnet. Danke auch nochmal an Michael und Stefan die mir einige Tipps gegeben und neue Objekte gezeigt haben.

Der Beobachtungsplatz wird im übrigen oft genutzt von den Sternfreunden der Mailingliste "Taunus-AstroTreff" oder dem Verein "AG Ori­on". Wer sich für Astronomie interessiert und sich das gerne mal anschauen möchte ist jederzeit willkommen. Einfach mal Kontakt aufnehmen:

Mailingliste Taunus-AstroTreff:

https://de.groups.yahoo.com/neo/groups/taunus-astrotreff/

Verein:

www.agorion.de

Beobachtungsliste:
M13, M92, M57, M27, NGC 6960, M15, M33, M31, M45, Ha & Chi, M52, M11, Kembles Kaskade, M81, M82, NGC 7331




Vogelsberg am 18.08.2018

Teleskop in Niederroden

Vor einigen Wochen hat ein Mitglied aus dem Astronomieverein einen Beobachtungsort im Vogelsberg empfohlen, den ich natürlich ausprobieren musste. Da es die letzten Wochenenden zeitlich leider nicht geklappt hat musste ich bis gestern warten ehe ich mich auf den Weg dorthin machen konnte. Nach einer knappen Stunde Fahrt und einem kurzen Irrweg habe ich dann den beschriebenen Platz erreicht. Nun ging es erst mal in aller Ruhe an den Aufbau meiner Ausrüstung.

Der Himmel ist hier doch um einiges dunkler als an meinem üblichen Beobachtungsstandort in Weibersbrunn. Die Milchstraße war zu sehen und auch die schwächeren Sterne der Sternbilder waren gut zu erkennen. Da der Mond am Anfang noch etwas störte habe ich mich zunächst mit den helleren Objekte beschäftigt. Allen voran natürlich der Kugelsternaufen M13. Einmal im Sternbild Herkules unterwegs habe ich auch noch den zweiten Kugelsternhaufen M92 beobachtet. Daraufhin kamen noch M56 im Schwan und M71 im Sternbild Pfeil an die Reihe. Da der Mond mittlerweile nicht mehr störte konnte ich mich nun auch anderen Objekten widmen. Es folgten der Ringnebel M57 im Sternbild Leier, der Hantelnebel M27 im Fuchs, sowie der Cirrus Nebel im Schwan. Leider wieder einmal für mich nicht sichtbar war der Nordamerikanebel. Ich denke hier liegt es aber an meiner Ausstattung der Filter. Auch den planetarischen Nebel NGC 6210 im Herkules konnte ich nicht finden. Ein späterer Blickfang war natürlich unsere Nachbargalaxie M31. Es folgte noch ein Blick auf den offenen Sternhaufen M103 sowie ein Blick auf die Plejaden. Gegen halb vier habe ich dann langsam abgebaut und mich auf den Heimweg gemacht. Es war ein guter Abend und ein toller Beobachtungsplatz. Hier werde ich sicher noch öfter hinfahren.




Weidberg am 07.07.2018

Kartenausschnitt Weidberg

Schon lange wollte ich mal zum Beobachten in die Rhön fahren, da es hier einen recht dunklen Himmel geben soll. Am 07.07.2018 war es dann so weit. Die Wettervorhersage hat gepasst und der Mond war auch erst für ca. 2 Uhr angekündigt. Begleitet hat mich mein Schwager, der nun bereits das zweite Mal mit draußen war. Ziel unserer Fahrt war der Campingplatz Weidberg in Kaltenwestheim. Mit voll beladendem Auto ging die Reise am späten Nachmittag los...

Nach ca. 1,5 Stunden Fahrt haben wir dann den Campingplatz erreicht. Der Platz ist recht rustikal, dafür aber mit 11,50 € für zwei Personen wirklich günstig. Die sanitären Anlagen sind sauber und relativ neu. Nachdem wir dann unser Zelt hingeworfen hatten und eine Weile dort gemütlich gesessen haben sind wir zu dem Schluss gekommen, dass wir gar nicht nochmal wo anderes zum Beobachten hinfahren müssten, da es keinerlei Beleuchtung auf dem Platz gab. Also haben wir das 16 Zoll Dobson direkt am Zelt aufgebaut. Der Aufbau hatte dann das Interesse eines Pärchens aus Aachen geweckt, die ebenfalls auf dem Platz übernachtet haben. Die beiden hatten vorher noch nie durch ein Teleskop geschaut und haben so die Gelegenheit genutzt und sich die ersten Objekte mit uns angeschaut.

Angefangen haben wir zunächst mit Jupiter und anschließend mit meinen beiden Lieblingsobjekten M13 im Herkules und dem planetarischen Nebel M57 in der Leier. Mit dem großen Teleskop ist es schon genial wie weit man M13 in Einzelsterne auflösen kann. Aufgrund des dunklen Himmels war auch M57 ein wundervoller Anblick. Auch das Pärchen aus Aachen war begeistert. Als nächstes wollte ich die Whirlpoolgalaxie M51 im großen Bär aufsuchen, da es auf dieser Seite des Himmels aber noch nicht wirklich vollständig dunkel war blieb es bei einem Versuch. Also wieder auf die andere Seite des Himmels in Richtung Sternbild Schwan.

Doch aus irgendeinem Grund wollte mir hier auch nichts gelingen. Selbst den Hantelnebel M27, den ich vorher schon mehrfach beobachtet hatte, habe ich nicht gefunden. Ich war dann schon recht geknickt und dachte mir, dass ich es erst nochmal mit einigen Kugelsternhaufen versuche. Und diese habe ich dann auch wieder schnell gefunden. Gesehen haben wir dann M10 und M12 im Schlangenträger. Mittlerweile war es auf der Seite mit dem großen Bären recht dunkel und ich habe einen Anlauf auf die Bodes Galaxie M81 und die Zigarrengalaxie M82 genommen. Mit dem großen 42mm Okular habe ich dann auch beide gefunden. Leider waren sie nicht so gut zu erkennen.

Aufgrund der noch nicht zufriedenstellenden Sicht im Bereich des großen Bären haben wir uns wieder erneut dem Schwan bzw. dem Füchschen zugewendet. Diesmal hat es auch mit dem Hantelnebel M27 geklappt. Als nächstes folgte noch der Doppelstern Alibero im Schwan. Nun wollte ich mal den Cirrusnebel im Schwan beobachten. Leider habe ich diesen genauso wenig wie den Nordamerikanebel gefunden. Dafür hatte ich danach Erfolg mit der Whirlpoolgalaxie M51 im großen Bären. Doch wie zuvor schon bei M81 und M82 war auch hier nicht so gute Sicht. Die nächste Galaxie auf der Liste war natürlich die Andromedagalaxie M31 im Sternbild Andromeda.

Zum Schluss hin wollte ich es dann doch nochmal mit dem Cirrusnebel versuchen. Und ich hatte diesmal Erfolg und gleichzeitig ein unheimliches Aha-Erlebnis bzgl. OIII-Filter. Beim Aufsuchen habe ich rund um den Stern 52 Cygni zunächst nur eine dunklere Fläche erahnt und dann mal den OIII-Filter auf das Okular geschraubt. Ein erneuter Blick durch das Okular hat dann NGC 6960 in seiner ganzen Pracht gezeigt. Aufgrund seiner großen Fläche war jedoch ein gesamtes Betrachten nicht möglich, so dass man manuell den Nebel abfahren musste. Es war dann noch Zeit auch bei NGC 6992 vorbeizuschauen.

Unser Fazit dieser Reise lautet, dass wir auf jeden Fall den Ausflug in die Rhön wiederholen werden. Allerdings eher im Spätsommer oder Herbst wenn die Nächte wieder länger sind.

Hier nochmal abschließend die Liste der beobachteten Objekte:

  • Jupiter
  • M13 Kugelsternhaufen (Herkules)
  • M57 Ringnebel (Leier)
  • M10 Kugelsternhaufen (Schlangenträger)
  • M12 Kugelsternhaufen (Schlangenträger)
  • M81 Bodes Galaxie (Großer Bär)
  • M82 Zigarrengalaxie (Großer Bär)
  • M27 Hantelnebel (Füchschen)
  • Alibero Doppelstern (Schwan)
  • M51 Whirlpoolgalaxie (Großer Bär)
  • M31 Andromedagalaxie (Andromeda)
  • NGC 6960 Teil des Cirrusnebel (Schwan)
  • NGC 6992 Teil des Cirrusnebel (Schwan)



Weibersbrunn am 24.03.2018

Ausschnitt Maps Weibersbrunn

weibersbrunn_maerz_2018Auch wenn es lange keinen neuen Beitrag mehr auf meinem Blog gab, so hat sich im Hintergrund doch einiges getan. Zum Beobachten kam ich aufgrund des schlechten Wetters leider nicht, aber an der Ausrüstung hat sich einiges geändert.

Ich bin nun seit Mitte März stolzer Besitzer eines 16 Zoll Dobson. Da ich das gute Stück nun auch ausprobieren wollte bin ich am Wochenende trotz Halbmond zum Beobachten rausgefahren. Zumal es die erste einigermaßen klare Nacht werden sollte.

Also habe ich meine Ausrüstung ins Auto eingeladen und bin nach Weibersbrunn gefahren. Mein Skoda ist mit dem 16 Zoll Teleskop ordentlich voll gepackt. Zumal ja auch noch der Zubehör, Stühle und ein kleiner Tritt mit mussten.

In Weibersbrunn angekommen machte ich mich gleich ans Aufbauen. Bis ich alles fertig aufgebaut und justiert hatte waren ca. 15 Min rum. Als erstes Objekt habe ich mir den Orionnebel M42 vorgenommen. Er war mit OIII Filter trotz Mondlicht erstaunlich gut zu sehen. Die nächsten Objekte waren dann die offenen Sternhaufen M36, M37 und M38. Im Anschluss daran machte ich mich auf die Suche nach den beiden Sternhaufen ha und chi im Sternbild Perseus. Bevor dann jedoch die Sicht zu schlecht wurde habe ich noch schnell den Kugelsternhaufen M3 betrachtet.




Engländer…doch lieber Weibersbrunn am 18.02.2018

8 Zoll Dobson Weibersbrunn

Heute hat endlich mal vieles zusammen gepasst. Gutes Wetter war angekündigt, kein Mond der mit seinem Licht stört und Zeit hatte ich heute auch. Also habe ich das Auto gepackt und bin losgefahren. Mein Ziel war diesmal der Engländer im Spessart. Leider war ich tagsüber noch nicht da und so musste ich mir im dunklen einen passenden Ort suchen. Ich hatte mir jedoch vorher schon zwei drei Punkte rausgesucht an denen es gut sein könnte.

Leider ging das voll daneben. Entweder es war der Schnee der mich hinderte, eine Einbahnstraße (auf einem besseren Feldweg - wer macht so was) oder ein Riesenbaum der mir die Sicht Richtung Süden versperrte. Schon ziemlich genervt habe ich das Ziel aufgegeben und bin stattdessen erneut nach Weibersbrunn gefahren.

Auch in Weibersbrunn lag natürlich etwas Schnee, welcher hier jedoch kein Problem darstellte. Ein erster Blick in den Himmel offenbarte jedoch, dass es keinesfalls ein so toller Abend werden würde wie im August 2017. Es war nicht so klar wie ich erhofft hatte, aber natürlich um ein vielfaches besser als in Offenbach. Also machte ich mich schnell ans Aufbauen.

Meine ersten Ziele waren die beiden Galaxien M81 und M82 im großen Wagen. Aufgrund der Bedingungen waren diese diesmal nicht so leicht zu finden. Nach zwei drei Versuchen ist es mir jedoch gelungen. Der Anblick war schon beeindruckender aber immer noch ok. Als nächstes war der Orionnebel M42 im Sternbild Orion dran. Da ich nun schon mal das Teleskop in diese Richtung ausgerichtet hatte habe ich mir noch die offenen Sternhaufen M35 im Sternbild Zwillinge, M36 und M37 im Sternbild Fuhrmann angesehen. Alle drei sind schön anzusehen und auch bei nicht idealen Bedingungen dankenswerte Objekte. Nicht gefunden habe ich dort leider den planetarischen Nebel NGC 2329 im Zwilling und den Krebsnebel im Stier.

Nach einem kurzen Abstecher im Sternbild Kassiopeia und dem dort zu finden Sternhaufen M103 bin ich noch mal zum großen Wagen um mich noch einmal an der Feuerradgalaxie M101 zu versuchen. Es hat ein bisschen gedauert und sie war sehr schwer zu erkennen aber ich kann sie endlich in meine Liste der bereits beobachten Objekte aufnehmen. Durch diesen Erfolg motiviert versuchte ich gleich die nächste Galaxie im großen Wagen zu finden. Und auch mit der  Whirlpoolgalaxie M51 hatte ich Erfolg. Sogar ihren Begleiter NGC5195 konnte man erkennen.

Der Abend war nun schon so weit fortgeschritten, dass der Herkules im Osten bereits auftauchte. Ein gute Anlass um bei meinem allerersten DeepskyObjekt dem Kugelsternhaufen M13 vorbeizuschauen. Und ich muss sagen ich finde ihn immer noch wunderschön. Wenn man schon mal im Herkules unterwegs ist lohnt auch immer ein Blick auf den zweiten Kugelsternhaufen M92. Auch dieser war wieder sehr schön.

Etwas später kam dann auch das Sternbild Leier mit dem Ringnebel M57 zum Vorrschein. Auch diesen habe ich mir natürlich nicht entgehen lassen.

Zum Abschluss durfte dann der Jupiter natürlich nicht fehlen. Diesen habe ich zunächst in meinem großen Dobson betrachtet ehe ich dann umgestiegen bin auf den kleinen 114er Newton. Das hatte zwei Gründe. Zum einen wollte ich endlich die elektronische Nachführung testen und zum anderen meine neue Planetenwebcam. Die Nachführung funktioniert sehr gut. Das mit der Webcam habe ich leider nicht wirklich hinbekommen. Da muss ich mich wohl noch mal ein wenig einlesen. Mein Bild blieb immer schwarz.

Hier nochmal die Auflistung der beobachteten Objekte:

 

  • M81
  • M82
  • M42
  • M35
  • M36
  • M37
  • M103
  • M101
  • M51
  • M13
  • M92
  • M57
  • Jupiter



Balkonien am 16.10.2017

Kartenausschnitt Bieber

Heute mal wieder seit langem ein wenig von Balkonien aus beobachtet. Aufgrund der doch relativ hellen Umgebung ist hier leider im Bezug auf DeepSky nicht allzuviel zu erwarten. Dennoch konnte ich zumindest zwei neue Objekte auf meiner Liste verbuchen.

Zum einen den Kleiderbügelhaufen cr399. Hierbei handelt es sich um einen Sternhaufen der die Form eines Kleiderbügels hat.Dieser ist übrigens auch mit einem Fernglas gut zu sehen. Dann steht der kleiderbügel jedoch auf dem Kopf.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Collinder_399

Das zweite Objekt war der Kugelsternhaufen M15 im Sternbild Pegasus

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Messier_15

Ich hoffe auf klare Sicht am Wochenende dann geht es wieder raus...




Weibersbrunn am 19.08.2017

Kartenausschnitt

Eigentlich hatte ich für den Samstagabend keinen Beobachtungsabend geplant. Im Gegenteil ich war eigentlich verabredet um gemütlich einen trinken zu gehen. Bei fast Neumond und einer guten Wettervorhersage konnte ich aber nicht widerstehen. Somit haben wir unseren gemütlichen Abend eben einfach ins Freie verlegt (Danke nochmal an dieser Stelle für die große Flexibilität). Ausgestattet mit ein paar Dosen Äppler, Bier und ein wenig Brot mit Aioli ging die Reise los.

Nach einer halben Stunde Fahrt sind wir in Weibersbrunn angekommen. Der erste Blick in den Himmel war atemberaubend. Es war ein super klarer Himmel mit so vielen Sternen, dass ich erst mal eine ganze Weile gebraucht habe mich zu orientieren. Sogar die Milchstraße war zu sehen.

Zu beobachten gab es eine ganze Menge, wenn auch mit kurzer Unterbrechung durch leichte Bewölkung.

Erst mal haben wir mit den einfachen Objekten M13 und M57 angefangen. Im Anschluss daran gab es einen Schwenk in die andere Richtung auf Andromeda. Bei diesen Sichtverhältnissen war M31 diesesmal wunderschön anzusehen.

Nun folgten noch einige neue Objekte. Zunächst die beiden Galaxien im Sternbild großer Wagen (M81 und M82). M81 ist auch sehr gut zu sehen gewesen. Sie ist recht groß und leicht oval. Der Kern ist recht hell gewesen. Bei M82 sieht man auf den ersten Blick warum sie auch Zigarrengalaxie heißt. Ihre Form erinnert sehr an eine Zigarre.

Zwischendrin haben wir uns noch M92 im Sternbild Herkules angeschaut. Im Vergleich zum letzten Mal am Badesee in Niederroden war der Kugelsternhaufen unter diesen Bedingungen um ein vielfaches schöner zu sehen.

Nach dem kurzen Ausflug zu M92 sollten noch der offene Sternhaufen M103 im Sternbild Kassiopeia dazukommen und der Hantelnebel M27 im Sternbild Füchschen. M103 war recht unspektakulär. Da sind Kugelsternhaufen meiner Meinung nach die schöneren Objekte. Der Hantelnebel hat das jedoch wieder ausgeglichen. Eine wirklich beeindruckende Erscheinung. Die Form der Hantel lässt sich erahnen und in seiner Größe allein wirkt er schon unheimlich toll.

Gegen 3 Uhr haben wir dann langsam zusammengepackt, da es nun doch langsam recht kalt wurde. Außerdem hat die Feuchtigkeit langsam Probleme verursacht. Ich muss meine Tauschutzkappe für den Telradsucher nochmal neu anfertigen.

Beobachtungsbuch:
2017-08-19_M27
2017-08-19_M31
2017-08-19_M81
2017-08-19_M82
2017-08-19_M103




Weibersbrunn am 05.08.2017

Ausschnitt Maps Weibersbrunn

Wer in einer Stadt lebt und sich für Astronomie interessiert und hier auch speziell noch nach Deep Sky Objekten Ausschau halten möchte ist dazu verdammt sein ganzes Equipment ins Auto zu verfrachten und ein paar Kilometer raus zu fahren. Am 05.08.17 waren das rund 50 km bis zu einem Platz neben dem Ort Weibersbrunn. Die Wetterbedingungen waren nicht ideal aber auch nicht miserabel. Laut Wetteronline war mit ca. 2 Stunden freiem Himmel zu rechnen...

Ich hatte mir den Platz zuvor bei Google Maps herausgesucht und natürlich mit der Lightpollutionmap auf Lichtverschmutzung geprüft. Die Bedingungen sollten hier ähnlich wie in Gedern sein. Als mein Navi jedoch sagte, dass ich meinen Zielort erreicht habe stand ich mitten im Wald. Das war in Google Maps leider nicht so zu erkennen.

Also bin ich im Umfeld von Weibersbrunn herum gefahren und habe schließlich einen Parkplatz gefunden. Kaum Lichtquellen in der Nähe packte ich also aus und beobachtetete zunächst Jupiter und Saturn. Doch schon nach kurzer Zeit nervten mich die Autos die plötzlich alle 2 Minuten an meinem Standort vorbeifuhren und mich blendeten. Also musste ich umziehen...ein weiterer Blick auf die Google Map versprach einen weitaus besseren Ort oberhalb der Autobahn und abseits der Landstraße.

Dort angekommen sollte sich dies auch bewahrheiten. Die Autobahn unten störte fast gar nicht und vorbeifahrende Autos nervten nun auch nicht mehr.

Hier konnte ich nun die üblichen Verdächtigen (Ringnebel M57, Kugelsternhaufen M13 und M92) beobachten. Da um diese Jahreszeit nun das Sternbild Andromeda am Abendhimmel auftaucht, versuchte ich mich auch daran die gleichnamige Galaxie (M31) zu finden. Nach 3 Versuchen ist es mir dann gelungen. Zu sehen war ein sehr heller Kern und eine diffuse graue Umgebung. Ich denke ohne den doch recht hellen Mond wäre sicher mehr drin gewesen. Ich fand sie trotzdem wunderschön und habe den Moment genossen.

Beobachtungsbuch:

2017-08-05_M31

 




Lazise am Gardasee vom 23.–30.07.2017

Kartenausschnitt Lazise

Dieses Jahr ging es im Sommerurlaub auf einen Campingplatz in Lazise am Gardasee. Tagsüber ist hier Spaß durch einen eigenen Aquapark direkt auf dem Platz und Tretbootfahren auf dem See garantiert. Abends gibt es dort ein Programm der Animation vor Ort. Natürlich bestand jedoch auch der Wunsch nachts dem geliebten Hobby nachzugehen und so stellte sich die Frage wie bekomme ich mit 5 Personen im Auto noch das Teleskop mit in den Urlaub. Am liebsten das große Dobson...

Nun das würde wohl nicht so funktionieren also musste eine Alternative her. Die Überlegung wegen dem Teleskop mit einem extra 2. Auto zu fahren wurde aufgrund der zusätzlichen hohen Kosten wieder verworfen. Dies war also der Zeitpunkt sich ein kleines Reiseteleskop zuzulegen. Die Ansprüche waren recht schnell klar. Wenigstens ansatzweise deepskygeeignet, Mond und Planeten sowieso und natürlich kompakt und leicht zu transportieren. Die Kosten sollten sich aufgrund eines recht engen Budgets auch sehr im Rahmen halten. Natürlich bekommt man für wenig Geld nicht gerade ein hochklassiges Gerät, aber für die Reisemobilität muss man eben auch Abstriche machen. Entschieden habe ich mich dann für das Zoomion Philae 114/500 vom Astroshop.

Der erste Beobachtungsabend fand in Strandnähe statt. Es gab Jupiter und den Kugelsternhaufen M13 im Sternbild Herkules zu sehen. Wer ein großes Dobson gewohnt ist wird bei dem Anblick durch das kleine Zoomion erst mal etwas enttäuscht sein. Jupiter ist zwar mit seinen Monden gut zu erkennen, aber eine richtig hohe Vergrößerung ist natürlich aufgrund der geringen Brennweite des Teleskopes nicht möglich. Der Kugelsternhaufen ist dementsprechend auch nicht ganz so eindrucksvoll anzusehen. Aber im Großen und Ganzen war es ok. So musste nicht ganz auf die nächtlichen Aktivitäten verzichtet werden. Begeistert war jedoch das dänische Pärchen die gefragt hatten ob sie mal durchschauen dürfen.

Leider reichte es aufgrund abendlicher Bewölkung nur noch zu zwei weiteren Abenden der Beobachtung. Auch hier gab es wieder Jupiter und M13 zu sehen. Der Kugelsternhaufen hat diesesmal zwei Schweizer begeistert. Für die Kinder war am letzten Beobachtungsabend der Mond das Highlight. Unser Trabant ist ja auch immer eine Beobachtung wert.




Niederroden Badesee am 23/24.06.2017

Beobachtung Niederroden

Immer auf der Suche nach einem neuen und guten Beobachtungsort hat es mich diesesmal in den Rodgau verschlagen. Um etwas genauer zu werden, auf den Parkplatz vom Badesee Niederroden. Dafür, dass Rodgau nun nicht so weit von Offenbach weg ist, ist der Himmel dort doch schon etwas besser.  Vor allem aber hat man ringsum freie Sicht und kann sich somit richtig austoben.

Ich habe zunächst den freien Blick auf Saturn genossen, da dieser auf Balkonien doch immer erst recht spät zu sehen ist. Im Anschluss habe ich meine Himmelsreise am Jupiter fortgesetzt. Es folgten logischerweise noch M13 und M57. Im Anschluss habe ich noch ein neues Ziel gesucht und gefunden. Es handelt sich hierbei ebenfalls um einen Kugelsternhaufen mit dem Namen M56. Er liegt zwischen dem Sternbild Leier und Schwan und bietet zwar nicht so einen schönen Anblick wie M13 ist aber dennoch toll.

Da es am 24. ein recht erfolgreicher Abend war bin ich am darauffolgenden Abend direkt wieder an den Badesee gefahren. Ich wurde nicht enttäuscht. Neben den üblichen Verdächtigen konnte ich ein weiteres Objekt meiner Liste hinzufügen. Der Kugelsternhaufen M92. Er hat ein sehr helles Zentrum und ist beim ersten mal sehr schwer zu finden gewesen.

Beobachtungsbuch:
2017-06-23_M56
2017-06-24_Jupiter
2017-06-24_M92
2017-06-24_Saturn

 




ITV in Gedern von 24.–26.05.2017

Riesiges Dobson

Auf dem Campingplatz am Gederner See findet jedes Jahr das internationale Teleskoptreffen statt. Die Veranstaltung geht über mehrer Tage und bietet die Möglichkeit zu beobachten und sich auszutauschen. Das ganze unter einem doch schon recht dunklen Himmel.

Dieses Jahr bin ich mit meinem Sohn ebenfalls angereist. Dort angekommen mussten wir erst mal staunen über so manche Teleskopgrößen die dort vertreten waren. Wer denkt ein Dobson mit einer Öffnung von 200mm und einer Brennweite von 1200mm ist groß , sollte sich mal dort die Teleskope ansehen. Unseren Platz haben wir schnell gefunden und natürlich erst mal das Zelt und den Pavillion aufgestellt.

Tagsüber kann man dort auch Minigolf spielen oder am See baden gehen. Wir haben so ziemlich alles gemacht. Natürlich haben wir uns auch noch weiter auf der ITV- Wiese umgesehen. Dort sind auch immer einige Händler vertreten und manche verkaufen dort auch ihre gebrauchten Artikel zu fairen Preisen.

Der erste Abend war sehr sehr feucht, aber der Himmel war trotzdem recht klar und es waren einige Sterne mehr zu sehen als in Offenbach. Mein Sohn hatte nun Premiere und durfte das erste Mal das Dobson vorbereiten und auf den Jupiter ausrichten. Nachdem wir uns den Jupiter lange genug angeschaut hatten wollten wir nun mal endlich auch die ersten Deepsky-Objekte in Angriff nehmen. Leider war ich nicht fähig irgendetwas am Himmel zu finden. Aber zum Glück gibt es dort ganz viele Leute die ganz viel Ahnung haben. Wir haben uns also an einen Nachbar gewendet und ihn um Hilfe gebeten. Nach einigen Erläuterungen und theorethischen Erklärungen war er so nett und hat uns M13 (Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules) und M57 (Ringnebel im Sternbild Leier) eingestellt. Der Anblick war sagenhaft.

Am zweiten Abend war der Himmel noch klarer und es ist mir dann auch selbst gelungen M13 und M57 zu finden. Der Anblick war meiner Meinung nach noch faszinierender als am Vortag. Bei der Nachbarschaft haben wir dann natürlich auch noch mal durch das Teleskop geschaut. Dank einer Goto-Steuerung waren hier mehrere Galaxien in wenigen Minuten möglich.

Unser Fazit für diesen Ausflug lautet: Nächstes Jahr definitiv wieder !

Beobachtungsbuch:
2017-05-25_M13
2017-05-25_M57
2017-05-24_Jupiter

 

 




Balkonien am 13.05.2017

Kartenausschnitt Bieber

Auf Balkonien im schönen Stadteil Bieber lassen sich mitunter bei gutem Wetter so manch hellere Objekte beobachten. Am 13.05.17 war es leider nicht ganz so gut und ich musste immer wieder auf die Wolkenlücken warten. Es zeigten sich der Jupiter und drei seiner Monde sowie zwischenzeitlich kurzzeitig der Saturn. Bei Saturn waren die Ringe trotz der Sichtbedingungen gut zu erkennen und weit geöffnet. Aufgrund zunehmender Bewölkung war dieser Beobachtungsabend schnell wieder zu Ende.

Beobachtungsbuch:
2017-05-13_Jupiter
2017-05-13_Saturn




Das erste Mal…

Es ist April 2015 als mein Sohn zu seinem Geburtstag das gewünschte Teleskop bekommt. Bei dem Teleskop handelt es sich um ein Einstiegsgerät vom Teleskopservice (TS). Das Teleskop TS-Jupiter hat eine Öffnung von 70mm und eine Brennweite von 900mm. Die Montierung ist eine EG3-1 Montierung. Als Zubehör sind einige Okulare sowie eine Barlowlinse mitgeliefert worden.

Sobald es draußen dunkel geworden ist bauen wir das Teleskop nun auf dem Balkon auf. In unserer Blickrichtung müsste nun laut einer Karte Jupiter zu sehen sein. Doch trotz einiger Internetrecherchen und der Teilnahme an einem Grundkurs für Astronomie gelingt es mir nicht gleich den Planeten zu finden. Mit Hilfe des Smartphones und einer Skychart-App werde ich dann aber schließlich doch noch fündig und bekomme Jupiter vor die Linse. Er ist als eine kleine helle und runde Scheibe zu sehen und sogar drei seiner größeren Monde kann man als Punkte sehen. Die Begeisterung ist nicht nur bei meinem Sohn groß - auch ich bin nun fasziniert von dem Anblick und bekomme Lust auf mehr...